Notwendige Regulierung im 0180er-Bereich
Immer mehr Menschen nutzen statt eines regulären Festnetzanschlusses ausschließlich Angebote, die über den Mobilfunkanbieter abgewickelt werden. Dank der bei allen Anbietern verfügbaren “Homezone” (die jeweils unterschiedliche Namen trägt), ist man für andere auch zu günstigen Preisen erreichbar, auch wenn diese nicht im selben Netz funken.
Mehr als ein Wermutstropfen war jedoch dabei, wenn man in die Rufnummernbereiche 0180 telefonieren musste, in die zahlreiche Unternehmen ihre Hotlines (aus mit unverständlichen Gründen) verlegt haben. Dann fielen anstatt beispielsweise 0,12 Euro aus dem Festnetz unverschämte 0,69 Euro (o2 Germany) vom Handy an. Ich bin zwar grundsätzlich ein Freund des freien Wettbewerbs, aber in genau diesem Bereich scheint dieser wohl offensichtlich zu versagen. Vielmehr riechen die Gebühren eher nach Preisabsprache, denn allein von der Kostenseite lassen sich keine schlüssigen Argumente für einen solchen Preis finden.
Umso schöner, dass der Bundestag sich gestern dieses Problems angenommen hat und dem Treiben einen Riegel im Telekommunikationsgesetz vorschob. So dürfen künftig maximal 0,42 Euro pro Minute und 0,60 Euro für jedes Gespräch verlangt werden. Die Beträge waren ursprünglich noch deutlich niedriger angesiedelt (0,28 € bzw. 0,40 €), was sich aber gegen die Mobilfunklobby nicht durchsetzen ließ (Drucksache 16/10731).
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