Digitale Spaltung der Gesellschaft
Immer häufiger wird die Frage aufgeworfen, ob digitale Technologien wie sie insbesondere im Internet ständig fortentwickelt werden, nicht zu einer Spaltung der Gesellschaft führen könnten, weil manche durch die schnelle Entwicklung nicht mehr am demokratischen Prozess teilhaben könnten.
Während ich die letzte Hypothese (zumindest jetzt) noch für ein wenig “reißerisch” halte, muss man dennoch die Gefahren zur Sprache bringen, die mit einem Auseinanderdriften der “Offliner” und “Onliner” zutage treten könnten. Wichtige Informationen zum alltäglichen Leben waren bis vor fünf bis acht Jahren stets in der nichtelektronischen Welt fast genauso schnell verbreitet wie im Netz. Dies scheint sich nun immer mehr zu ändern.
Die beste Ausrede der Welt
Das hier ist wohl so ziemlich eines der kreativsten Videos, die ich seit Langem gesehen habe. Lasst Euch überraschen, warum der Kerl die beste Ausrede der Welt bringt ![]()
Deutsche Post mit neuer iPhone-Anwendung
“Location based services” oder ortsbezogene Dienste werden für die Anbieter einschlägiger Software immer interessanter, seitdem mehr und mehr Handys über GPS-Empfänger verfügen.
Mit einer Anwendung für das iPhone von Apple zeigt die Deutsche Post, wie man seine eigenen Produkte noch besser vermarkten kann. Die Software, welche kostenlos über den sog. Appstore geladen werden kann, bietet zahlreiche praktische Anwendungsmöglichkeiten. Die besten sind meines Erachtens:
- Anzeige der umliegenden Briefkästen und Filialen (inkl. Leerungstermine bzw. Öffnungszeiten)
- Integrierte Postleitzahlensuche
- Portorechner
- Sendungsverfolgung für Briefe und Pakete
Eine ähnliche Anwendung gibt es übrigens auch für Sparkassenkunden, die z.B. Geldautomaten und Filialen in der Umgebung “aufspürt”.
Recht zum Remix?
In den letzten 24 Stunden hat die unfreiwillige Wahlwerbung für die CDU hohe Wellen geschlagen, die in Form eines “Remixes” eines bestehenden Plakates von Wolfgang Schäuble Verbreitung fand. Es geht um Folgendes: Der Blog netzpolitik.org nahm sich ein Foto, das den Bundesinnenminister in einem Flieger sitzend zeigt und eröffnete einen “Remix-Wettbewerb”. Anstelle des Slogans “Wir haben die Kraft für Sicherheit und Freiheit” sollten die Nutzer eigene Sprüche einsetzen und die neuen Plakate übermitteln. Nach kurzer Zeit meldete sich die Fotografin des Werkes, Laurence Chaperon, und teilte dem Blog-Betreiber mit, sie sei nicht mit der Nutzung der Fotografie einverstanden und verlange die Einstellung der Aktion.
Wie erst vor einigen Stunden bekannt wurde, will die Urheberrechtsinhaberin allerdings nun doch nicht rechtliche Schritte gegen netzpolitik.org ergreifen. Gegenüber heise online äußerte sie sich, sie fände dennoch, dass ihr Urheberrecht verletzt sei. In seinem Lawblog bezweifelt Rechtsanwalt Udo Vetter genau das. Er verweist u.a. auf folgende Passage der Homepage der CDU:
Alle Bilder auf www.bilder.cdu.de können für redaktionelle Zwecke unter Angabe des Bildnachweises
(Foto: www.bilder.cdu.de) sowie des Fotografen (soweit genannt) kostenlos verwendet werden.
Fraglich ist eben nur, welche Rechte die Fotografin eigentlich der CDU eingeräumt hat. Im Lawblog geht der Autor davon aus, dass sie wohl keinen Knebelvertrag habe und insofern die Nutzung zulässig sei. Ich kann zwar keine rechtliche Abschätzung dieses Falles liefern, aber bevor sowas nicht geklärt ist, würde ich vorsichtshalber die Werke eines Dritten nicht ohne dessen ausdrückliche Genehmigung verwenden, vor allem nicht, wenn die zugrundeliegende Aufnahme verändert wird. So viel Respekt müsste man vor der Arbeit von Frau Chaperon haben.
MobileTV noch nicht mehr als Schall und Rauch
Streng genommen war da nicht mal Schall, denn die groß angekündigte iPhone-App namens MobileTV lieferte statt Live-Bilder vom Start der Fußball-Bundesliga oftmals weder Ton noch Bild. Dementsprechend enttäuscht waren auch viele Twitter-Nutzer, die ihrem Unmut über “Liga Total-Ausfall” im Netz Luft machten. Bleibt zu hoffen, dass T-Mobile die Schwierigkeiten bis zum morgigen Auftakt der verbleibenden Begegnungen des Spieltages in Griff bekommt. Die Chancen hierfür sollte man aber m.E. nicht überbewerten, zumal die Serverlast wegen der hohen Zahl der anstehenden Spiele noch größer sein dürfte.
Bierkastenstapeln
Hier ausnahmsweise ein nicht technologieorientierter Beitrag und zwar vom Bürgerfest Ingolstadt und einer ziemlich netten Attraktion, die dort geboten wurde. Wie das einige vielleicht von “Wetten, dass…?” kennen, konnte man sich einem Bierkasten-Stapel-Wettbewerb stellen und musste dabei so viele Träger wie möglich aufeinander stapeln ohne dabei den Boden zu berühren. Der Herr im Video hat es auf immerhin 21 Kästen gebracht, bevor der den Boden bzw. die Träger unter den Füßen verlor.
Ende der Exklusivität?

Nach ersten Spekulationen des Technologie-Blogs TechCrunch zu Beginn des Monats scheinen sich die Anzeichen zu verdichten, dass viele exklusive Vermarktungsverträge zwischen Mobilfunkanbietern und dem iPhone-Hersteller Apple Ende des Jahres 2009 enden könnten. So berichtet das Manager-Magazin, in mehreren Ländern (darunter auch Deutschland und Großbritannien) liefen die Exklusivpartnerschaften aus.
Nach dem ersten iPhone, das im Jahre 2007 auf den Markt kam, scheint es nun, dass das Unternehmen aus Cupertino nun einen breiteren Kundenkreis erschließen will. Genau dieser Preisverfall bei den beliebten Geräten dürfte mit dem Ende der Exklusivität eintreten. Wer momentan mit dem Gedanken spielt, sich ein iPhone zuzulegen, sollte evtl. noch bis Januar Geduld haben.
Nachtrag: Laut dem Pressesprecher von T-Mobile sei die Partnerschaft langfristig ausgelegt und das iPhone auch über das Jahresende hinaus exklusive bei T-Mobile zu erhalten.
Foto:
by William Hook
Was war nochmal Second Life?
Denkt man zurück an 2007, wird einem sicherlich gleich wieder der große Wirbel um die Plattform “Second Life” bewusst. Vielen Unternehmen, Privatpersonen und auch Behörden auf der ganzen Welt erschien die virtuelle zweite Welt einer Revolution im Netz gleichzukommen. Blickt man nun auf diese, stellt man zuerst fest, dass sich der Rummel zusehens verflüchtigt hat. Eine mögliche Erklärung hierfür wäre, dass der Siegeszug von Second Life in eine Zeit fiel, in der es an anderen Trends mangelte, sodass die Software schier als Neuerfindung des Rades verkauft werden konnte. Beobachtet man die derzeitige Medienlandschaft, dominiert im Bereich der Internettechnologien momentan eindeutig Twitter die Meldungen. Wurde Second Life also schlichtweg aus der Aufmerksamkeitsspanne der Netzgemeinde verdrängt?
Mein persönlicher, quasi integrativer Erklärungsansatz ist, dass beide obigen Gründe für die Verdrängung von Second Life verantwortlich sind. Vor allem ist die Idee an sich für meine Begriffe nicht besonders innovativ und Second Life wurde (wie viele andere Produkte) einfach nur hochgejubelt. Logischerweise sprangen seinerzeit massenweise Menschen auf diesen Zug auf, um ja zu den “Trendsettern” zu gehören. Allmählich scheint sich aber die Erkenntnis durchzusetzen, dass man lieber in einem “First Life” leben möchte, das sich mit sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing, LinkedIn & Co. einfach besser und insbesondere kostengünstiger organisieren lässt. In Folge können wir wohl auch auf ein Platzen der Immobilienblase in Second Life warten, schließlich steckt dahinter denkbar wenig Realvermögen.
Grafik
by mstephens7
Facebook als Marketinginstrument für Unternehmen
“Aber Facebook ist doch in erster Linie für Privatpersonen gedacht, oder nicht?” könnte eingewendet werden. Tatsache ist: Das Unternehmen startete als Webseite für Harvard-Studenten, die diese miteinander verbinden sollte. Über die letzten Jahre hat sich Facebook dann aber nach und nach für sämtliche Interessenten geöffnet (vorerst war die Seite Studenten an US-Colleges vorbehalten) und erfuhr auch in Europa ein immenses Wachstum, wodurch sie die 200 Millionen-Mitglieder-Marke bereits gesprengt haben.
Im Gegensatz zu StudiVZ ist Facebook ein weltweites Netzwerk, womit es tendenziell attraktiver ist für international agierende Unternehmen. Sie können sich kostenlos sog. Pages einrichten, auf denen sie Videos, Fotos oder Neuigkeiten zu ihren Produkten vorstellen. In dem nachfolgenden Interview mit Robert Scoble erklärt Facebook-CEO Mark Zuckerberg, worin er genau den Nutzen seiner Webseite für Geschäftstreibende sieht. Wenngleich die Darstellung naturgemäß eher geschönt ist, vermittelt sie m.E. trotzdem einen Eindruck dessen, in welche Richtung sich Marketing in Zukunft bewegen könnte.
Neue Suchfunktionalität
Um das Navigieren auf meiner Seite noch einen Schritt einfacher zu machen, habe ich gestern eine individuelle Suche in der Seitenleiste des Blogs installiert, die von Google als “Customized Search Engine” vermarktet wird. Sie ist so gestaltet, dass Besucher gar nicht erst auf eine neue Seite geleitet werden (also kein Neuladen), sondern die Ergebnisse durch eine Ajax-Abfrage sofort unterhalb des Suchfensters erscheinen.
Wer selber einen Blog über WordPress betreibt, kann sich auf der Homepage von Matt Cutts informieren, wie leicht diese Suchfunktionalität implementiert werden kann.
