Was war nochmal Second Life?

Student Second Life Info Seeking Study

Denkt man zurück an 2007, wird einem sicherlich gleich wieder der große Wirbel um die Plattform “Second Life” bewusst. Vielen Unternehmen, Privatpersonen und auch Behörden auf der ganzen Welt erschien die virtuelle zweite Welt einer Revolution im Netz gleichzukommen. Blickt man nun auf diese, stellt man zuerst fest, dass sich der Rummel zusehens verflüchtigt hat. Eine mögliche Erklärung hierfür wäre, dass der Siegeszug von Second Life in eine Zeit fiel, in der es an anderen Trends mangelte, sodass die Software schier als Neuerfindung des Rades verkauft werden konnte. Beobachtet man die derzeitige Medienlandschaft, dominiert im Bereich der Internettechnologien momentan eindeutig Twitter die Meldungen. Wurde Second Life also schlichtweg aus der Aufmerksamkeitsspanne der Netzgemeinde verdrängt?

Mein persönlicher, quasi integrativer Erklärungsansatz ist, dass beide obigen Gründe für die Verdrängung von Second Life verantwortlich sind. Vor allem ist die Idee an sich für meine Begriffe nicht besonders innovativ und Second Life wurde (wie viele andere Produkte) einfach nur hochgejubelt. Logischerweise sprangen seinerzeit massenweise Menschen auf diesen Zug auf, um ja zu den “Trendsettern” zu gehören. Allmählich scheint sich aber die Erkenntnis durchzusetzen, dass man lieber in einem “First Life” leben möchte, das sich mit sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing, LinkedIn & Co. einfach besser und insbesondere kostengünstiger organisieren lässt. In Folge können wir wohl auch auf ein Platzen der Immobilienblase in Second Life warten, schließlich steckt dahinter denkbar wenig Realvermögen.

Grafik Attribution-NonCommercial-ShareAlike License by mstephens7

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Montag, Juni 15th, 2009 Allgemein Keine Kommentare

Facebook als Marketinginstrument für Unternehmen

“Aber Facebook ist doch in erster Linie für Privatpersonen gedacht, oder nicht?” könnte eingewendet werden. Tatsache ist: Das Unternehmen startete als Webseite für Harvard-Studenten, die diese miteinander verbinden sollte. Über die letzten Jahre hat sich Facebook dann aber nach und nach für sämtliche Interessenten geöffnet (vorerst war die Seite Studenten an US-Colleges vorbehalten) und erfuhr auch in Europa ein immenses Wachstum, wodurch sie die 200 Millionen-Mitglieder-Marke bereits gesprengt haben.

Im Gegensatz zu StudiVZ ist Facebook ein weltweites Netzwerk, womit es tendenziell attraktiver ist für international agierende Unternehmen. Sie können sich kostenlos sog. Pages einrichten, auf denen sie Videos, Fotos oder Neuigkeiten zu ihren Produkten vorstellen. In dem nachfolgenden Interview mit Robert Scoble erklärt Facebook-CEO Mark Zuckerberg, worin er genau den Nutzen seiner Webseite für Geschäftstreibende sieht. Wenngleich die Darstellung naturgemäß eher geschönt ist, vermittelt sie m.E. trotzdem einen Eindruck dessen, in welche Richtung sich Marketing in Zukunft bewegen könnte.

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Freitag, Juni 12th, 2009 Web 2.0 Keine Kommentare

Neue Suchfunktionalität

Um das Navigieren auf meiner Seite noch einen Schritt einfacher zu machen, habe ich gestern eine individuelle Suche in der Seitenleiste des Blogs installiert, die von Google als “Customized Search Engine” vermarktet wird. Sie ist so gestaltet, dass Besucher gar nicht erst auf eine neue Seite geleitet werden (also kein Neuladen), sondern die Ergebnisse durch eine Ajax-Abfrage sofort unterhalb des Suchfensters erscheinen.

Wer selber einen Blog über Wordpress betreibt, kann sich auf der Homepage von Matt Cutts informieren, wie leicht diese Suchfunktionalität implementiert werden kann.

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Donnerstag, Juni 11th, 2009 Web 2.0 Keine Kommentare

Umlaut auf dem iPhone

Noch nicht mit dem iPhone vertraut? Hier eine Minianleitung für das Verfassen von Umlauten auf dem Apple-Gerät:

Befindet man sich in einem beliebigen Textfeld des iPhones (z.B. beim Schreiben einer SMS), so muss man lediglich die entsprechende Taste des Umlauts ca. zwei Sekunden gedrückt halten, nämlich

  • “a” für ä
  • “u” für ü
  • “s” für ß (”scharfes s“)
  • oder “o” für ö

Soll der Umlaut in Großschreibung erscheinen, vorher einfach die Shift-Taste drücken.

Umlaut

Das war’s!

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Mittwoch, Juni 10th, 2009 Allgemein Keine Kommentare

Kleines Wörterbuch Geschäftsenglisch

Philipp von Zesen

Schon Mal gewundert, warum wir so freizügig Anglizismen anwenden, besonders im Geschäftsalltag? Gibt es da nichtnoch ein paar gute deutsche Wörter, die man da möglicherweise verwenden könnte? Ja, da war tatsächlich was! Zugegeben: Viele englische Wörter sind wohl echt nicht mehr aus unserem Sprachgebrauch wegzudenken, aber wieso denn treffende deutsche Wörter einfach streichen, wenn sie doch so passend sind? Hier habe ich eine kleine Auswahl zusammengestellt. Wer noch weitere Ideen hat, ist herzlich eingeladen, diese per Kommentar zu hinterlassen.

  • Attitude: Verhalten (Danke, Mark)
  • Bad bank: Abwicklungsanstalt
  • Benchmark: Referenzwert,Vergleichsgröße
  • Blackout: Aussetzer
  • Brainstorming: Denkrunde
  • Business: Geschäft, Betrieb (Danke, Thomas)
  • Canceln: Absagen
  • Cashflow: Kapitalfluss  (Danke, Thomas)
  • Checken: Überprüfen, verstehen (Danke, Mark)
  • Committen (reflexiv): sich verpflichten, sich festlegen (Danke, Mark)
  • Commitment: Leistungsbereitschaft, Hingabe
  • Conference call: Telefonkonferenz
  • Consulting: Beratung (Danke, Mark)
  • CV: Lebenslauf (Danke, Mark)
  • Daten, gedated sein: Verabreden, sich verabredet haben mit jemandem (Danke, Mark)
  • Deadline: Termin
  • Deal: Abmachung
  • Early bird: Frühaufsteher/Früh-in-die-Arbeit-Kommender
  • Feedback: Rückkopplung, Rückmeldung
  • Fixen (z.B. einen Termin): Einen Termin vereinbaren/festlegen (Danke, Mark)
  • Flyer: Handzettel
  • Follow-up: Nachverfolgung (z.B. eines abgeschlossenen Projekts) - (Danke, Mark)
  • Das “go” bekommen: Starterlaubnis/Zustimmung erhalten (Danke, Mark)
  • Googeln: Recherchieren, suchen  (Danke, Thomas)
  • Handout: Tischvorlage
  • Headcount: (erlaubte) Mitarbeiterzahl einer Abteilung (Danke, Mark)
  • Home office: Heimarbeit
  • Insider: Eingeweihter (Danke, Mark)
  • Insiderwitz: Witz für den man eingeweiht werden muss, um mitschmunzeln zu können (Danke, Mark)
  • Investor Relations: Betreuung der Anteilseigner (Danke, Mark)
  • Mapping: Abbildung/Übersicht/Darstellung (Danke, Mark)
  • Marketing: Vertrieb, Vertriebsabteilung (Danke, Mark)
  • Meet & Greet: Gemütliches Beisammensein / Treffen (Danke, Mark)
  • Meeting: Besprechung
  • Monitoring: Überwachung, Beaufsichtigung
  • Networking: Netzwerk aufbauen/erweitern (Danke, Mark)
  • Not amused: Nicht begeistert bzw. einverstanden sein (Danke, Mark)
  • Keynote: Grundsatzrede
  • Office: Büro, Geschäftsraum
  • Outcasen: Auspacken (Danke, Thomas)
  • Paper: Thesenpapier, Arbeitsvorlage, o.ä.
  • Performance: Abschneiden, Leistung
  • picky sein: kleinlich/pingelig/pedantisch sein
  • Posten: Einen Punkt z.B. auf einer Liste ergänzen (Danke, Mark)
  • Profit: Ertrag, Gewinn (Danke, Mark)
  • Ranking: Einstufung
  • Relationships / Connections: gute Beziehungen (Danke, Mark)
  • Reporting: Berichtswesen
  • Research: Unternehmens- und Marktforschungsabteilung (Danke, Mark)
  • Running gag: Dauerwitz (Danke, Mark)
  • Sales: Vertrieb(-sabteilung) (Danke, Mark)
  • Statement: Stellungnahme
  • Task force: Arbeitsgruppe
  • Telko/Telco: Telefonkonferenz (Danke, Mark)
  • Tracken: weiter-/nachverfolgen (Danke, Mark)
  • Trading: Börsenhandel (Danke, Mark)
  • Trading floor: Handelsraum (Danke, Mark)
  • Toppen: Übertreffen
  • Updaten: Aktualisieren
  • User: Anwender
  • Watchlist: Beobachtungsliste
  • Wording: Formulierung/Ausdrucksweise
  • Workshop: Arbeitstreff

Einige Worte bzw. Ideen stammen übrigens von der Stiftung Deutsche Sprache. Quelle des Bildes von Philip von Zesen ist Wikipedia.

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Montag, Juni 1st, 2009 Allgemein 28 Kommentare

Zwei Mobilfunker jetzt mit “Kostenairbag”

Wie schon vorab bekannt wurde, führt der Münchener Mobilfunkanbieter o2 am morgigen Dienstag u.a. einen Tarif namens “o2 o” ein, bei dem weder eine Mindestvertragslaufzeit noch eine Grundgebühr anfallen. Für pauschal 15 Ct. pro SMS und pro Minute Telefongespräche können deren Kunden ab dann mit allen Mobilfunkteilnehmern innerhalb Deutschlands in Kontakt treten. Der entscheidende Unterschied zu den bisher dagewesenen Tarifen anderer Anbieter ist, dass die Entgelte aus derartigen Leistungen (d.h. Telefonate und Kurznachrichten innerhalb Deutschlands) gedeckelt sind, womit bei 60 Euro monatlich “Schluss” ist. Damit wird etwa “Genion XL” abgelöst, der bis dato das unbegrenzte Telefonieren ins alle Netze ermöglichte.

Ein ähnliches Modell stellte heute der Discounter simply vor, bei dem für 55 Euro im Monat die Obergrenze für die Gespräche innerhalb Deutschlands sowie entsprechende SMS liegt. Jedoch verlangt simply im Gegensatz zu o2 nur 13 Ct. pro Minute bzw. SMS.

Wem nutzt der “Kostenairbag”? So schön sich die neuen Angebote anhören, so sind sie – gerade im Fall von o2 – nur für Vieltelefonierer interessant, die fast immer die Kostenhürde von 60 Euro überschreiten und dabei keine Datenoptionen in Anspruch nehmen. Alle anderen fahren mit den derzeitigen Kostenführern wie etwa Maxxim deutlich billiger. Dort gibt es SMS und Telefonieren für schlappe 8 Ct. pro Minute. Rechnerisch kommt man bei weniger als 25 Gesprächsminuten am Tag also mit derartigen Tarifen billiger weg.

Zweite Einschränkung, die man machen muss: Bei keinem der beiden Angebote ist eine Festnetznummer inbegriffen. Ein richtig vollwertiger Telefonersatz ist “o2 o” in meinen Augen damit nicht, weil viele Teilnehmer angewiesen sind, über eine normale Festnetznummer erreicht werden zu können (z.B. im Rahmen eines Gewerbes). Dennoch ist der Vorstoß des Anbieters insgesamt wohl ein Schritt in die richtige Richtung, weil dadurch die Terminierungsentgelte hoffentlich bröckeln, was auch allen anderen Kunden in den Mobilfunknetzen zugute kommt.

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Montag, Mai 4th, 2009 Handy Keine Kommentare

Das Weiße Haus auf Web 2.0-Offensive

Die vergangenen Tage prasselten die Nachrichten, wie sich Präsident Barack Obama online präsentiert, alle paar Stunden auf uns nieder. Hier sind die wichtigsten Seiten, auf denen das Weiße Haus vertreten ist:

Ich warte ja schon darauf, dass sich Angela Merkel einen Twitter-Account zulegt. Vielleicht sollte man ihr dazu sagen, dass sie “Tweets” auch per SMS erstellen kann :-)

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Sonntag, Mai 3rd, 2009 Web 2.0 Keine Kommentare

Bewegte Bilder

Wer sagt schon, dass man für Filme einen Camcorder braucht… Letztlich handelt es sich ja auch nur um eine Aneinanderreihung einer Vielzahl einzelner Fotos. Genau das hat Colin Cabalka gemacht und sich auf die Reise nach Singapur begeben, wo er diesen Clip aus über 2.500 Einzelaufnahmen “zusammengebastelt” hat:

Gepaart mit der Musik aus Slumdog Millionär macht das Anschauen natürlich noch viel mehr Spaß. Benutzt würde übrigens eine Canon EOS 40D SLR. Hier genauere Angaben des Autors:

Shot on location in Singapore.
2500+ Still Photos.

Locations:

Little India
MRT Subway
Chinatown
Esplanade Hawker Center

Shot on Canon 40D

Canon 18-55mm
Canon 200mm 2.8 L
Canon 50mm 1.8



Kabel Deutschland

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Freitag, April 17th, 2009 Allgemein Keine Kommentare

Das Kundenbindungsverständnis von GMX

Von einem kostenlosen zu einem kostenpflichtigen Produkt bei GMX zu wechseln ist denkbar einfach: Mehr als zwei bis drei Klicks sind nicht nötig, um z.B. auf “ProMail” umzustellen, für das nach einer Testphase “nur” 2,99 € berechnet werden. Nachdem ich schon seit Längerem einen kostenlosen Account bei dem Dienst unterhalte, wollte ich mal sehen, was die “Pro”-Version denn so alles drauf hat. Nun ja, die Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten sowie eine Vorauszahlung über die kommenden sechs Monate fand ich in Verbindung mit dem meines Erachtens schwachen Angebot ziemlich überzogen (was aber ein Thema für sich ist). Also irgendwie kündigen… leichter gesagt als getan. Man muss sich also erstmal einloggen und zu dem Punkt “Tarifwechsel” navigieren. Jetzt gehts los: Erst muss ich eine Seite durchklicken, auf der alles zu sehen ist, was ich so verliere an Leistungsumfang. Danach kommen ca. 3-4 Seiten Fragebogen mit allerlei statistischen Erhebungen auf einen zu und am Schluss soll man noch den Grund für seinen Tarifwechsel angeben.

All das hält sich noch im Rahmen, doch am Schluss hab ich mich nicht aus dem Vertragsverhältnis befreit, sondern bin gehalten, ein Bestätigungsfax zu senden bzw. eine Kopie einzusenden. Zu meiner eigenen Sicherheit steht dort. Aber:

  • Bin ich nicht ohnehin eingeloggt?
  • Hab ich nicht vor wenigen Sekunden mein Passwort eingegeben, um genau den Tarifwechsel zu bestätigen?
  • Wenn dieses Prozedere zu meiner “Sicherheit” ist, warum ist nichts dergleichen beim Vertragsabschluss nötig?

Es wird so getan, als hätte ich noch gar keine Willenserklärung abgegeben und mir werden Formerfordernisse auferlegt, die einfach nur vollkommen überzogen sind. Mir blieb leider nichts übrig, als das Schreiben mit der guten alten Briefpost zu verschicken, da ich kein Fax besitze. Doch was muss ich wenige Tage später in meinen E-Mails lesen? Mein Tarifwechsel wurde storniert, weil noch keine Bestätigung eingangen sei. Okay, jetzt verschicke ich das Ding per Fax übers Internet.

Viele Unternehmen binden Kunden durch exzellenten Service, andere durch herausragende Produkte, wieder andere durch unschlagbare Preise an sich. Bei GMX gehört aber selbst noch die Kündigung zur Kundenbindung.

Update: Ein Artikel zu dem schlechten Kundenservice findet sich auch hier bei teltarif.de.

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Donnerstag, April 16th, 2009 Internet Keine Kommentare

Kampf auf verlorenem Masten

Einsamer Mobilfunkmast

Einsamer Mobilfunkmast (Quelle: JettaGirl)

Vor gut einer Woche brachte Skype eine Version für das iPhone auf den Markt, womit die Diskussion um VoIP-Nutzung im Mobilfunknetz notwendigerweise wieder aufflammte. Seitdem betonen die Mobilfunker (darunter vor allem T-Mobile), dass die Nutzung derartiger Software in ihren Netzen vertraglich nicht zulässig sei, was eigentlich nichts Neues ist. Interessant ist jedoch die Begründung, die etwa der “rosa Riese” bietet: Angeblich sei das Netz nicht dafür gerüstet, einem Ansturm von mobilen Surfern zu begegnen. Mit anderen Worten erkennt man zwar eine entsprechende Nachfrage auf dem Markt, will aber nicht mit passenden Angeboten reagieren.

Da stellt sich die Frage, wozu Milliarden in UMTS-Lizenzen investiert wurden? Jedenfalls erscheint die Kapazitätsausschöpfung vor dem Hintergrund der Studie “Mobile Web Watch 2008″ nicht besonders stichhaltig, die zu dem Ergebnis kam, dass nur jeder neunte Kunde mit einem internetfähigen Endgerät diese Funktionalität auch tatsächlich nutze. Vielmehr befürchten die Bonner wohl Umsatzeinbußen durch die Verlagerung von Gesprächen aus ihrem Netz hin zu vermehrtem VoIP-Einsatz. Kurz- bis mittelfristig mögen die Gründe hierfür gewiss nachvollziehbar sein, einer weiteren Erosion des Umsatzes pro Kunden (ARPU) entgegenzuwirken, doch ist dies wohl nicht mehr als ein Kampf auf verlorenem Posten. Bereits letztes Jahr tat der E-Plus-Chef Thorsten Dirks in einem Interview kund, er sehe die Rolle der Mobilfunkanbieter künftig als Datentransporteure. Jedoch wirkt die gegenwärtige Strategie so, als werde dieser Fall nicht in den nächsten Jahren eintreten.

Mobile Internetnutzung spricht derzeit noch einen relativ kleinen, aber nichtsdestoweniger attraktiven Kundenkreis an, der sich wohl vornehmlich aus technikverliebten, jungen Menschen zusammensetzt. Die Mobilfunkanbieter hätten durch einen offeneren Umgang mit Skype, ICQ & Co. die Möglichkeit, diese oft zahlungskräftige Kunden durch attraktive Pakete an sich zu binden und so dauerhaft ihre Stellung in einem hart umkämpften Markt zu sichern. Inwiefern dies eintritt, muss wohl abgewartet werden. Immerhin scheinen sich die Preise zumindest für die reinen Datentarif auf ein erschwingliches Niveau zu bewegen.

Nachtrag vom 02.06.2009: Nun scheint es, als sei T-Mobile doch dazu bereit, eine VoIP-Option für seine Kunden anzubieten. Weitere Details hier.



simyo - Weil einfach einfach einfach ist.

Bildquelle (Creative Commons-Lizenz)

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Freitag, April 10th, 2009 Handy, Internet Keine Kommentare

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