JavaScript
Google-Browser Chrome steht bereit
Seit einigen Minuten steht der neue Google-Browser zum Download zur Verfügung. Er wirkt auf den ersten Blick sehr aufgeräumt, die JavaScript-Verarbeitung ist dank einer Neuentwicklung wie erwartet ziemlich flott und die Installation unkompliziert. Bleibt nun abzuwarten, wie stark er sich von dem Mozilla Firefox unterscheidet, der meines Erachtens (besonders in der Version 3) der klare technische Marktführer ist.
Firefox mit JavaScript-”Booster”
Als im Zeitalter des “Web 1.0” JavaScript höchstens dazu eingesetzt wurde, Popups zu starten, Felder zu validieren oder vielleicht mal ein Cookie zu setzen, war die Geschwindigkeit der zugrundeliegenden Engine weitestgehend egal. Seit aber durch Anwendungen wie GMail (jetzt Google Mail) oder Zoho asynchrone Kommunikation mit dem Server zulassen und die Anwendungen im Internet immer desktopähnlicher werden, nimmt auch die Rechenlast des Clients erheblich zu. Oben erwähntes GMail lädt etwa zehntausende Zeilen Code in den Speicher, um Funktionen zu bieten, wie man sie z.B. aus Microsoft Outlook kennt (wobei es dieses sogar übertrifft).
Die Mozilla-Entwicklergemeinde hat nun scheinbar einen Weg gefunden, Ladezeiten von JavaScripts dramatisch zu reduzieren. Wie heise berichtet, würden bei Verzweigungen im Code nicht nur die benötigten, sondern auch diejenigen Wege kompiliert, die nicht direkt gebraucht werden. Anders ausgedrückt arbeitet sich Firefox also durch alle möglichen Verästelungen im Quellcode, berechnet “Lösungen” und kann so später schnellere Ergebnisse liefern. Laut der Roadmap der Programmierer sollen die Ausführungszeiten dann auf nur fünf Prozent (!!) sinken.
Der genannte Compiler soll mit der Version 3.1 erscheinen, deren Veröffentlichung für Ende des Jahres geplant ist. Bereits jetzt steht allerdings ein sog. Prerelease zur Verfügung, das aber nicht für Produktivzwecke eingesetzt werden sollte. Hier gibt es dieses zum Download (10,1 MB).
