o2

Zwei Mobilfunker jetzt mit “Kostenairbag”

Wie schon vorab bekannt wurde, führt der Münchener Mobilfunkanbieter o2 am morgigen Dienstag u.a. einen Tarif namens “o2 o” ein, bei dem weder eine Mindestvertragslaufzeit noch eine Grundgebühr anfallen. Für pauschal 15 Ct. pro SMS und pro Minute Telefongespräche können deren Kunden ab dann mit allen Mobilfunkteilnehmern innerhalb Deutschlands in Kontakt treten. Der entscheidende Unterschied zu den bisher dagewesenen Tarifen anderer Anbieter ist, dass die Entgelte aus derartigen Leistungen (d.h. Telefonate und Kurznachrichten innerhalb Deutschlands) gedeckelt sind, womit bei 60 Euro monatlich “Schluss” ist. Damit wird etwa “Genion XL” abgelöst, der bis dato das unbegrenzte Telefonieren ins alle Netze ermöglichte.

Ein ähnliches Modell stellte heute der Discounter simply vor, bei dem für 55 Euro im Monat die Obergrenze für die Gespräche innerhalb Deutschlands sowie entsprechende SMS liegt. Jedoch verlangt simply im Gegensatz zu o2 nur 13 Ct. pro Minute bzw. SMS.

Wem nutzt der “Kostenairbag”? So schön sich die neuen Angebote anhören, so sind sie – gerade im Fall von o2 – nur für Vieltelefonierer interessant, die fast immer die Kostenhürde von 60 Euro überschreiten und dabei keine Datenoptionen in Anspruch nehmen. Alle anderen fahren mit den derzeitigen Kostenführern wie etwa Maxxim deutlich billiger. Dort gibt es SMS und Telefonieren für schlappe 8 Ct. pro Minute. Rechnerisch kommt man bei weniger als 25 Gesprächsminuten am Tag also mit derartigen Tarifen billiger weg.

Zweite Einschränkung, die man machen muss: Bei keinem der beiden Angebote ist eine Festnetznummer inbegriffen. Ein richtig vollwertiger Telefonersatz ist “o2 o” in meinen Augen damit nicht, weil viele Teilnehmer angewiesen sind, über eine normale Festnetznummer erreicht werden zu können (z.B. im Rahmen eines Gewerbes). Dennoch ist der Vorstoß des Anbieters insgesamt wohl ein Schritt in die richtige Richtung, weil dadurch die Terminierungsentgelte hoffentlich bröckeln, was auch allen anderen Kunden in den Mobilfunknetzen zugute kommt.

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Montag, Mai 4th, 2009 Handy Keine Kommentare

Goodbye, o2

Nach mehr als fünfeinhalb Jahren trennen sich die Wege von mir und o2 Germany in wenigen Tagen. Der Mobilfunkanbieter hat in der letzten Zeit für mich immer mehr an Attraktivität und Wettbewerbsvorteil gegenüber seiner Konkurrenz verloren, sodass ich mich nun für das Netz von T-Mobile entschieden habe. Hier einige Gründe in chronologischer Reihenfolge:

  1. Das sog. National Roaming wurde seit dem letzten Jahr sukzessiv abgeschaltet, womit man in manchen Gegenden Deutschlands oder auch in Gebäuden nicht mehr unbedingt Empfang hat.
  2. Trotz gegenteiliger Behauptungen von o2 wird das UMTS nicht so schnell ausgebaut wie ich mir das wünschen würde. Wer unterwegs surfen will, ist bei der Konkurrenz in den D-Netzen deutlich besser aufgehoben.
  3. Aus 2. folgert: T-Mobile hat immer noch mit Abstand das beste Netz (siehe hier [PDF]).
  4. Die Homezone ist nicht mehr das “Killer-Argument” für o2. Die anderen Mobilfunkbetreiber haben mittlerweile gleichgezogen und bieten ähnliche Produkte an.
  5. Der Preisvorteil, der im Jahr 2003 noch enorm war, ist mittlerweile stark dahingeschmolzen. Zwar war o2 einer der ersten Verfechter von Flatrates, doch diese sind bei anderen Betreibern mittlerweile zu denselben Konditionen zu kriegen.
  6. Als altgedienter Kunde mit doch überdurchschnittlichen Umsätzen könnte man meinen, seine schriftlichen Anfragen würden irgendwann beantwortet. In meinem Fall leider nicht.
  7. o2 bietet nach wie vor keine kostenlosen Konferenzschaltungen und schränkt seit einiger Zeit sogar den Zugang zu Calling-Card-Einwahlen, Sprach-Chats sowie dem neuen Dienst “Phonecaster” ein.





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Montag, September 15th, 2008 Allgemein Keine Kommentare

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